04.03.2019 – Rosenmontag, – ein abgesagter Sturm und ein kleiner Schauer, aber stahlend lachende Gesichter.

Der Rosenmontag war bis zu letzt von immer neuen Wettermeldungen beherrscht. Am Karnevalssonntag wurde beschlossen die Pferde aus dem Zug zu nehmen und von Schilderträgern und Fahnen abzusehen. Wie erst vor wenigen Jahren wurde bis auf die letzte Minute überlegt, wie der Zug sicher seinen Weg ziehen konnte. Und es ist gelungen!

Dank des Einsehens von Petrus und den vorausschauenden Entscheidungen des Festkomitees konnte der Zug bei Sonne und nur leichtem Wind starten.

Die Zugteilnehmer der Große Allgemeine KG (GA) hatten sich dazu schon um 09:00 Uhr zum gemeinsamen kleinen Frühstück in der Südstadt getroffen. In der Nähe unseres Festwagens hatte das „KRAUTIs“ auf der Merowingerstraße extra für uns die Pforten geöffnet. So sammelte sich die rd. 40 Personen umfassende Fußgruppe der Große Allgemeine KG zum Rosenmontagszug. Auch die Wagenbesatzung und die immer wichtigen Wagenengel und Läufer kamen dazu.

Aufgabe der Wagenengel ist die Begleitung des Festwagens und des Bagagewagens. Dieser enthält das Wurfmaterial der Fußgruppe. Die Wagenengel sorgen mit sehr offenen Augen dafür, dass die an der Zugstrecke stehenden Jecken nicht „unter die Räder“ der Wagen kommen. Sie sind wichtige Helfer für uns und für die Jecken am Straßenrand.

Die Läufer versorgen die Fußgruppe kontinuierlich mit Wurfmaterial. Dieses ist im Bagagewagen immer der Gruppe voraus. Das ist ein echter Knochenjob, dem wir höchsten Respekt zollen und auch hier nochmals DANKE sagen. Und by the way: – im Bagagewagen werden zu Beginn weit über eine Tonne (1.000 KG) Kamelle, Schokolade, Waffeln, Stofftiere, Strüßje und „viel Spaß“ mitgeführt. Das alles zu verladen war unter anderem Aufgabe von Rosenmontagszugwart Dirk Schulze mit seiner Frau Ute Schneider. Bestens erledigt, – wie immer : )

Pünktlich starte der Rosenmontagszug und auch wir als Gruppe 30 waren wie geplant durch das Severinstor auf die tosende Severinstraße gelaufen. Begleitet von unserer Kinder- und Jugendtanzgruppe „Die Flöhe“ und von einer Musikgruppe ging es los. Hinter dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Porz Langel fuhr der große Festwagen – konzipiert und erstellt vom Festkomitee Kölner Karneval.

In den Kostümen aus „Blaumann“- Latzhose mit gelbem Sweatshirt und Bauarbeiterhelm machten wir passend zum Festwagen auf den Notstand an Fachkräften am Bau aufmerksam. Das Kostüm zahlte sich aus, denn das Wetter schlug etwas um.

Ein einziger Schauer trieb dann etwas Unruhe in die Zugteilnehmer und auch in die Jecken am Straßenrand. Schnell wurden Regencapes übergezogen. Der Zug nahm weiter seinen Lauf, auch wenn die Straßen mit Pfützen in den „echt kölschen Schlaglöchern“ manche Kamelle im Wasser landen ließen.

Wir von der GA hatten viel Spaß und auch die Jecken am Zugweg, – die mit uns dem Regen getrotzt hatten – strahlten vor guter Laune. Denn:  Hey, es war Rosenmontag!

Dank der Planung von der Vorsitzenden der GA Angi Meis, konnte die GA in diesem Jahr auch zwei an den Rollstuhl gefesselte Menschen auf dem Festwagen mitnehmen. Einer davon war der Ehrenvorsitzende Kurt Niehaus. Er sitzt nach einem Unfall seit einigen Jahren im Rollstuhl. Und dank des geplanten Einsatzes der Feuerwehr konnte der Wunsch, wieder auf dem Wagen mit dabei zu sein, erfüllt werden. Großartig, was alles machbar ist, wenn man nur will.

Nach dem „schlimmsten Schild im Kölner Schilderwald“ war Schluss.

Quer über die Mohrenstraße spannt sich das Banner mit „Werfen einstellen“. Das Zugende war dann wahrlich auch das Ende der Fußgruppe und aller Helfer. Alle ermattet und mit nassen Schuhen wanderten ins Lindner Residenz am Dom. Das Hotel hatte für alle einen Imbiss und Getränke vorbereitet.

Als dann zum Finale des Rosenmontagszuges Bauer und Jungfrau, sowie anschließend der Prinz am Lindner Residenz vorbei fuhren, wurden sie von der GA herzlichst begrüßt. Es regnete Kamelle, Bützje und Stüssjer. Bauer Markus Meyer ist gleichzeitig Präsident der GA und Jungfrau Catharina (Michael Everwand) ist Geschäftsfüher unserer Gesellschaft.

Im Lindner wurde noch lange gefeiert und der Tag wurde viel besser als von den „Wetterfröschen erwartet“ genossen.

Allen Zugteilnehmern und Helfern sagen wir von ganzem Herzen DANKE!

Und allen Jecken am Straßenrand sagen wir: => in 2020 sind wir wieder dabei!

Weitere Bilder im Bilderbuch.

Es grüßen

LoMa